Selbstdarstellung der Berliner Kampagne gegen Zwangsumzüge

Wohnen, Würde, Widerstand!

Politische AktivistInnen, Betroffene, WissenschaftlerInnen und JournalistInnen haben sich in einer Berliner Kampagne zusammen gefunden, um den Protest zu organisieren, Widerstand zu leisten, zu informieren und die tatsächlichen Auswirkungen zu dokumentieren.

Jede Woche trifft sich die Berliner Kampagne gegen Zwangsumzüge um gemeinsam zu beraten, Aktionen zu planen, die Anrufe des Notruftelefons auszuwerten.

Das Notruftelefon, ehrenamtlich betrieben, soll eine erste Ansprechmöglichkeit sein. Abwechselnd sind Teilnehmer/innen der Kampagne am Telefon. Für viele Hartz IV-Empfänger/innen bedeutet die kurzfristige Aufforderung, die Miete zu senken und demnächst nur noch ein Teil der Miete finanziert zu bekommen, unlösbare Probleme. Begleitet werden diese Aufforderungen oft durch Schikanen, wie unangemeldete Hausbesuche, was die private Situation weiter als öffentlichen Verhandlungsgegenstand erscheinen lässt, die Einzelnen sind ausgeliefert und diffamierbar.

Mit dem Aufbau von Telefonketten raten wir zu Solidarität und Nachbarschaft. Die Interpretation dieser Gesellschaft kann nicht denen überlassen bleiben, die vor allem daran verdienen und sich mit millionenschweren Ablösesummen von deutschen Gerichten freikaufen können.

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Karin Baumert - Für die Berliner Kampagne gegen Zwangsumzüge
Januar 2007

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